Oktober 2010

- Auf Catanduanes
Hallo Freunde,
ich freue mich, euch von dem Missionseinsatz auf den Philippinen berichten zu dürfen. Vom 19.09 bis zum 30.10.2010 war ich mit einem Team von fünf Leuten auf drei verschiedenen Inseln unterwegs.
Jesus hat echt großes getan und viele Menschen zu sich gezogen. Er hat wirklich alles vorbereitet wie er es gesagt hat in Epheser 2,10b: "Er hat sogar unsere guten Taten im Voraus geschaffen, damit sie nun in unserem Leben Wirklichkeit werden." (GNÜ) In den ersten vier Tagen flogen wir nach Catanduanes, eine Insel mit 100.000 Einwohnern. Dort trafen wir Orleta und Pastor Peter mit seiner Familie. Gemeinsam sind wir zwei Stunden durch den Dschungel einen Berg hinauf gewandert um eine Schule zu besuchen. Dort hatten wir die Möglichkeit in sechs Klassen eine Schulstunde zu halten. Das war eine wunderbare Möglichkeit, den Kindern von der Liebe Gottes zu erzählen. Wir teilten uns auf und gingen mit jeweils einem Übersetzer in die Schulklassen.

- In der Schule
Zum ersten Mal sollte ich das Evangelium in Englisch verkünden. Ich war erst sehr nervös, doch Jesus gab mir Kraft und die richtigen Worte. Die Kinder waren echt berührt, das Gott sie liebt, ihnen vergibt und das er sie wunderbar gemacht hat. Sie haben alle ihr Leben Jesus gegeben! Danach konnte ich ihnen noch vom Wort Gottes erzählen, durch das Gott direkt zu ihnen spricht. Ich bin Jesus so dankbar das erleben zu dürfen.

- Straßenkids
Die nächsten 4½ Wochen waren wir in Manila, der Hauptstadt der Philippinen. Manila hat 20 Mio. Einwohner, 40% der Menschen sind unter 15 Jahren alt, jeder zehnte ist drogenabhängig. Es ist wirklich krass wie viele Menschen dort auf der Straße unterwegs sind, wovon auch viele dort leben. Trotz der Armut und dem Leid sind die Menschen total freundlich und zugänglich. Wie auf dem Bild rechts sehen wir ein paar Jungs von der Straße (bis auf mich natürlich). So hart und gefährlich sie auch aussehen mögen, freuen sie sich total wenn man mit ihnen redet. Wir konnten ihnen von Jesus erzählen und persönlich Zeugnis geben. Einige waren auch an einer Bibel in ihrer Landessprache interessiert. Nur schade das ich Tagalog noch nicht sprechen kann und immer jemand brauchte der übersetzt. Wir verbrachten auch eine Woche in der Drogenreha von HelpInternational, wo solche Leute von der Straße hinkommen und mit Jesu Hilfe FREI werden.

- Die Kinder gehen ganz unbefangen auf uns "Weiße" zu...
Ein andermal sind wir zu einem großen Slum gefahren, wo wirklich arme Menschen leben.Kaum sind wir aus dem Auto ausgestiegen waren schon jede Menge neugieriger Kinder um uns herum. Gefolgt von den vielen Kids sind wir dann in dieses Slum gelaufen. Auch dort haben sich sehr viele Menschen gesammelt als sie uns sahen. Ganze Familien kamen aus den Häusern. Es waren bestimmt über 80 Menschen zusammengekommen, ohne dass wir eingeladen hätten. Jetzt war eine gute Gelegenheit Jesus anzubeten. Die Kinder hatten waren voller Freude, gemeinsam mit uns zu singen. Danach konnten wir Zeugnis geben und ihnen erzählen, welchen Wert sie in Jesus haben. Ich war begeistert wie respektvoll diese Menschen sind und wie aufmerksam alle zuhörten. Es war so einfach das Evangelium in die Herzen der Menschen hinein zu säen. Vor allem die Kinder sind so empfänglich für die Liebe Gottes. Ich bin wirklich berührt zu sehen wie hungrig die Menschen nach Gott sind.

- Ohne Werbung haben wir die Menschen erreicht und konnten Gottes Botschaft weitergeben
Unzählige Menschen in Manila möchten gerne mehr von Jesus erfahren, doch es sind zu viele um ihnen allen persönlich zu begegnen. Es ist wirklich so wie es die Bibel sagt in Matthäus 9,37: "Die Ernte zwar ist groß, die Arbeiter aber sind wenige. Bittet nun den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter aussende in seine Ernte!" Ja das ist mein Gebet. Gott hat uns aus dem Westen wirklich eine Tür geöffnet. Da wir weiß sind, sind wir sehr interessant für diese Menschen. Sie denken wir wären bessere Leute zu denen man aufschauen müsste. Aber genau in solch einer Situation können wir ihnen zeigen wie wertvoll SIE sind und wie genial sie Gott gemacht hat. Psalm 8,5-6: "Wie klein und unbedeutend ist der Mensch und doch denkst du an ihn und sorgst für ihn! Denn du hast ihn nur wenig geringer als die Engel gemacht und ihn mit Ehre und Herrlichkeit gekrönt."
Ich möchte euch gerne noch mehr über die Philippinen und was Gott an meinem Herzen tat erzählen. Ich werde an Weihnachten wieder einmal zu Hause sein und im Januar gerne einen Vortrag über die Missionsarbeit auf den Philippinen halten. Ein genaueres Datum werde ich euch noch Bescheid geben. Freue mich euch bald wieder zu sehen. Ich wünsch euch Gottes Segen.
Euer Markus