Januar 2011

- Zu Hause in Lüdenscheid
Hallo Freunde,
ich freue mich, euch mal wieder einen Rundbrief schreiben zu dürfen. Es ist schon lange her seit ich euch den letzten geschickt habe. Mittlerweile bin ich wieder auf der Missionsschule in Lüdenscheid. Jetzt bin ich im zweiten Schuljahr, in dem ich mich noch intensiver auf die Mission auf den Philippinen vorbereiten möchte. Zwischen dem ersten und dem zweiten Schuljahr war ich für 5 Wochen zu Hause und konnte die Zeit mit meiner Familie, Freunden und der Gemeinde verbringen. Ich habe mich sehr darüber gefreut, viele Leute durch Vorträge in die Missionsarbeit mit hinein zu nehmen. Vielen Dank für euer Interesse und das ihr hinter mir steht :-)

- Plattenbauten in Erfurt
Ich möchte euch gerne noch an einem Einsatz im letzten Jahr teilhaben lassen. Wir sind für zwei Wochen nach Erfurt gefahren, um dort das Jesus-Project zu unterstützen. Ein Team aus Lüdenscheid zog vor 6 Jahren in die Plattenbauten in Erfurt, um dort sozialschwachen Menschen zu dienen. In dieser Gegend wohnen sehr viele arbeitslose Leute. Viele von ihnen sind alkoholabhängig. Überall sieht man Gruppen von Männern und Frauen, die den ganzen Tag ab 5 Uhr morgens trinken. Es wurden sogar Schilder angebracht, die das Trinken an verschiedenen Plätzen verbieten.

- Die Situation ist so hoffungslos, dass viele zur Flasche greifen
Die Not in dieser Gegend ist wirklich sehr groß. Leute, die Straftaten begangen haben, können im Jesus-Project in einer Kreativwerkstatt Sozialstunden ableisten. So ist es ganz einfach, mit den Menschen Beziehung zu bauen und ihnen von Jesus zu erzählen. Ein Gast, der auch schwer mit Drogen zu kämpfen hatte, gab in der Zeit sein Leben Jesus. Preist dem Herrn dafür. Nur Jesus allein kann Hoffnung in diese trostlose Gegend bringen. Er sagt über sich in Johannes 12,46: Ich bin als Licht gekommen, um in dieser dunklen Welt zu leuchten, damit alle, die an mich glauben, nicht im Dunkel bleiben. Wir dürfen uns bewusst machen, dass wir Träger dieses Lichts sind. Dort wo wir hinkommen und Menschen von Jesus erzählen, wird er wirken und durch uns scheinen. So sagt es Matthäus 5,14: Ihr seid das Licht der Welt, wie eine Stadt auf einem Berg, die in der Nacht hell erstrahlt, damit alle es sehen können!

- Auf dem Weg zum Train Day-Einsatz
Genial war auch der Train-Day, an dem wir den ganzen Tag mit dem Zug quer durch den Osten gefahren sind und gebetet haben. An mehreren Bahnhöfen haben wir Lobpreislieder gesungen und ganz offen Jesus bekannt. Doch während dessen kamen mir Zweifel und ich überlegte mir, was wohl die Leute von uns dachten. Da kam mir der Gedanke, wie doch auch jeder Fußballfan seinen Verein lautstark und mit seinem ganzen Wesen verkünden würde. Dabei haben wir doch eine viel bessere Botschaft wie der Fußball, oder? Römer 1,16a: Denn ich schäme mich nicht für die gute Botschaft von Christus. Diese Botschaft ist die Kraft Gottes, die jeden rettet, der glaubt.

- Worship & Mission: internationale Teilnehmer mit einem gemeinsamen Ziel - Menschen zu Jesus zu bringen
Ein Highlight des letzten Jahres war auch Worship & Mission. Aus vielen Nationen kamen Missionare und Gastsprecher, um gemeinsam Gott die Ehre zu geben und um Arbeiter für die Ernte zu gewinnen. Es ist mir ein großes Anliegen für Menschen zu beten, die sich Gott anz zur Verfügung stellen.
Die Erntefelder sind bereitet und die Welt wartet auf die gute Botschaft von Jesus Christus!
Römer 10,14+15: Doch wie können sie ihn anrufen, wenn sie nicht an ihn glauben? Und wie können sie an ihn glauben, wenn sie nie von ihm gehört haben? Und wie können sie von ihm hören, wenn niemand ihnen die Botschaft verkündet? Und wie soll jemand hingehen und ihnen die Botschaft Gottes sagen, wenn er nicht zu ihnen gesandt wurde? Das ist gemeint, wenn es in der Schrift heißt: Wie wunderbar ist es, die Boten kommen zu hören, die gute Nachrichten bringen.

- Die Familie vereint für Jesus
Es war auch sehr ermutigend, dass meine ganze Familie bei Worship & Mission teilnahm. Welch ein Geschenk, zusammen vor dem Herrn zu stehen. Ich bin Jesus von Herzen dankbar, so eine tolle Familie zu haben, die hinter mir steht und mich immer ermutigt, wenn ich Herausforderungen gegenüber stehe.
Ich freue mich jetzt gemeinsam mit den neuen Schülern auf dieses neue Jahr. Diesmal haben wir sogar Leute aus der Mongolei und aus Nagaland (Indien), so dass ich mein Englisch auch etwas aufbessern kann :-) Zudem wird auch dieses Jahr wieder ein Auslandseinsatz stattfinden. Ich bin wirklich gespannt, was Jesus alles vorbereitet hat.
Zum Schluss noch ein ermutigender Vers aus Jeremia 29,11: Denn ich weiß genau, welche Pläne ich für euch gefasst habe, spricht der Herr. Mein Plan ist, euch Heil zu geben und kein Leid. Ich gebe euch Zukunft und Hoffnung.
Ich wünsche euch Gottes Segen
Euer Markus