Bericht von der Ökumenischen Bibelwoche vom 8.-11. November
In diesem Jahr standen die vier Abende der Ökumenischen Bibelwoche unter dem Thema „Schöpfungsglaube“. Die Abende wurde von jeweils zwei Vertretern unterschiedlicher Konfession geleitet und fanden in den Gemeinderäumen von vier Forchheimer Kirchen statt.
Am Eröffnungsabend referierte Frau Prof. Johanna Rahner von der Katholisch-Theologischen Fakultät der Uni Kassel über das Thema „Schöpfungsglaube und Naturwissenschaft“. Sie lehnte den politisch motivierten „Kreationismus“ in den USA ab und stellte dar, wie sie den biblischen Schöpfungsglauben mit der Evolutionstheorie für vereinbar hält. Im anschließenden Gespräch zeigten sich gegensätzliche Standpunkte zu dieser Frage. Theologie und Naturwissenschaft stehen jedenfalls in einem Spannungsverhältnis zueinander.
Am Dienstag Abend galt die Aufmerksamkeit dem Menschen, der nach dem Bild Gottes geschaffen ist vor Gott dafür verantwortlich zeichnet, wie er die Erde bebaut und bewahrt.
Die Veranstaltung am Mittwoch fand bei uns statt. Wir spürten der Frage nach, ob und wie Gott sich in der Schöpfung noch heute offenbart. Im ganzen Gemeindehaus verteilt gab es angeregte Gespräche in einzelnen Gruppen. Am vierten Abend wurde dann das Seufzen der Schöpfung thematisiert, die „auf Erlösung wartet“, wie es Paulus in Römer 8 ausführt.
Die gute Beteiligung an allen vier Abenden hat die Veranstalter überrascht: Es waren zwischen 70 und über 100 Teilnehmer (am Eröffnungsabend)! Wertvoll fanden die Beteiligten die intensiven Gruppengespräche (mit Ausnahme vom Montag): Hier konnten sich Teilnehmer der verschiedenen Konfessionen austauschen und besser kennenlernen. Darin liegt ein wesentlicher Sinn dieser Veranstaltung, die es darum auch im nächsten Jahr wieder geben wird. Vorher werden wir die Erfahrungen dieses Jahres im Ökumenischen Konveniat (Gesprächskreis der Pfarrer und Pastoren) ausgewertet.
Michael Michelfelder